CuePilot Touch

DMX-Steuerung, einfach auf den Punkt.

Die universelle DMX-Fernbedienung für den schnellen Zugriff auf Lichtszenen und Effekte – ohne großes Lichtpult und ohne komplizierte Bedienung. Szenen vorbereiten, aufrufen und bis zu 8 Geräte einfach im Griff behalten.

Was kann der CuePilot?

Der CuePilot Touch ist eine Standalone-Fernbedienung für Lampen, Lichteffekte oder sonstige Geräte, die via DMX512 steuerbar sind. Es sendet ein vollständiges DMX-Universum mit 512 Kanälen und bietet die Möglichkeit, bis zu 8 Geräte mit unterschiedlichen Startadressen zu kontrollieren. Über das Touch-Display sind auf 3 Seiten jeweils 12 Szenen auswählbar. Jede Szene kann einen oder mehrere Schritte (Cues) enthalten, die schrittweise manuell, nach Zeit oder per BPM-Tankt via OS2L-Protokoll weiter geschaltet werden können.

Damit sind relativ komplexe Farbverfläufe, einfache Chaser und Lauflichtprogramme oder Intervallschaltungen für Nebel-/Haze-Maschinen möglich.

Programmiert wird es über eine integrierte Webseite, die mit einem beliebigen Browser über WLAN erreichbar ist. Während des Einsatzes ist WLAN nicht zwingend nötig. 

Was kann der CuePilot nicht?

Der CuePilot ist keine vollständige DMX-Steuerung. Aufwändige Bewegungsprofile für Scanner oder MovingHeads lassen sich nicht programmieren.

Features

  • Einfache Bedienunge über Touch-Display mit 5 Zoll Diagonale

  • Stromversorgung über Netzteil oder USB-C

  • Akku-Betrieb via USB-C Powerbank möglich

  • vollständig autark – keine App oder spezielle Software notwendig

  • Programmierung und Bedienung über integrierte Web-App im Browser

  • jeder Browser unter Windows, Linux, Mac, Android, Apple-iOS nutzbar

  • vorhandenes WLAN (STA, Stationsbetrieb) oder geräteinterner Access-Point (AP) nutzbar zeitgleich nutzbar

  • für unterschiedliche Geräte(-kombinationen) sind eigene Setups speicherbar

  • Cues schalten manuell, nach Zeit oder BPM-Takt via OS2L-Protokoll

  • Ausgabe per DMX512 (XLR) oder sACN (e1.31) via WLAN-Netzwerk

  • ArtNET ist vorbereitet jedoch noch nicht verfügbar, da sACN die modernere Variante darstellt

  • Firmware-Updates über WLAN und Browser installierbar

  • Setups und Gerätedefinitionen sind im- und exportierbar

technische Daten

Stromversorgung 1  Netzteil 7V … 30 V
Hohlstecker 5,5 x 2,1 mm
Stromversorgung 2  USB-C Netzteil/Powerbank, 5V
Leistungsaufnahme ca. 0,25W
Sicherung 100mA
DMX-Schnittstelle XLR, 3pol, female, mit Verriegelung
Netzwerkprotokoll WLAN 2,4 GHz
  • STA-Mode (Stationsmodus)
  • AP-Mode
    (Access-Point/Hotspot Modus)
Steuerungsprotokolle
  • DMX512
  • sACN, (ArtNET)
  • OS2L (Open Sound to Light)
Display 5“ Bilddiagonale, 1024 x 600 Pixel
Speicherplatz für eigene Setups ca. 3 MB
Abmessungen 135mm x 60mm x 95mm (B x H x T)
Gewicht ca. 300g
zul. Umg.-bedingungen 0 ... 35°C, keine direkte
Sonneneinstrahlung


Bedienelemente

  1. Indikator für laufende Szene
  2. Szenensteuerung
    Next Cue – springt zur nächsten Cue
    Pause – pausiert bei der aktuellen Cue
    Blackout – deaktiviert die DMX-Ausgabe
  3. obere Statuszeile
    OS2L – Beat/BPM-daten werden empfangen
    WLAN – STA-Modus mit Angabe der Signalstärke
    AP-Mode – Accesspoint-Modus aktiv
    DMX – Ausgabe über DMX512 via XLR-Buchse aktiv
    sACN – Ausgabe über Netzwerk via E1.31 aktiv
    ArtNET – Ausgabe über Netzwerk via ArtNET aktiv
  4. Master Dimmer, steuert alle Dimmer-Kanäle
  5. Öffnet die Einstellungsseite
  6. Reboot-Button, startet das Gerät neu
  7. untere Statuszeile, zeigt die jeweils letzte Aktion
  8. Seitenauswahl
    Seite 1: Starter 01-10
    Seite 2: Starter 13-24
    Seite 3: Starter 25-36
  9. 12 x Starter-Buttons, Beschriftung und Farbe variabel
  10. Zurück-Button, wechselt von der Einstellungsseite zurück zum Hauptbildschirm
  11. Drop-Down-Feld, zum Laden eines Setup

    WLAN-Einstellungsübersicht:
  12. Anzeige der aktuell installierten Firmware-Version
  13. QR-Code: IP-Adresse zum Aufruf des Webinterface im Browser
  14. QR-Code: WLAN-Einstellungen zur direkten Einwahl
  15. Wahlschalter für die Anzeige der Zugangs-QR-Codes  für WLAN-STA bzw. AP-Modus

Was war das Ziel bei der Entwicklung des CuePilot?

Es soll die geräteeigene Fernbedienung vollständig ersetzen ohne eine vollständige DMX-Steuerung sein zu wollen.

Viele Kollegen steuern ihr Licht über mehrere Wege gleichzeitig: Das Ambiente-Licht per IR-Fernbedienung, die Chauvet-ILS-Geräte über den Command, die Ape-Labs-Stäbe über Bluetooth am Handy und weitere Geräte über eingebaute Sound-to-Light oder Automatik-Programme.

Der CuePilot soll alle Fernbedienungen und Bluetooth-Smartphone-Steuerungen ersetzen, nicht jedoch die „echten“ Hardware- oder Software-Steuerungen wie den Command, Daslight, einen WOLFMIX oder MAESTRO DMX.

Was ist besonders am CuePilot?

Die Steuerung erfolgt gerätebezogen. Steuert eine Szene Gerät (zb. RGB-Lampe), kann eine weitere Szene ein anderes Gerät (Hazer) unabhängig steuern. Der RGB-Ambiente-Floorspot kann einen Regenbogen-Farbverlauf machen und bleibt an, während man den Hazer ein- oder ausschaltet. Eine Szene kann jedoch auch mehrere Geräte steuern. Dann werden alle Szenen, die sich auf dieselben Geräte beziehen, automatisch deaktiviert. So ist es zb. möglich, für Ambiente-Beleuchtung und PAR-Scheinwerfer eine Szene für Gäste-Aktionen auf der Tanzfläche zu erstellen, bei der alle Leuchten auf warmweißes Licht geschaltet werden. Während der Party können die Ambiente-Lampen wieder unabhängig ihre Standardfarbe bekommen und die PAR-Scheinwerfer machen musikgesteuert Licht im Takt.

Alle Einstellungen (Geräte, Szenen, Cues und Start-Buttons) sind auf dem Gerät im Setup gespeichert. Für unterschiedliche Anwendungsfälle sind mehrere unabhängige Setups speicherbar. Das jeweils gewünschte Setup kann direkt am Gerät ausgewählt werden.

Mehrere Geräte im selben WLAN sind möglich und steuern jeweils ihr eigenes DMX-Universum.

Fragen & Antworten

F: Sind für den Betrieb des CuePilot auch spezielle Gerätedefinitionen nötig?

A: Ja, tatsächlich. Diese beschreiben die Anzahl der Kanäle und die Kanalfunktionen (rot, grün, blau, Strobe, Dimmer usw.) damit bei der Programmierung jeder Kanal nicht nur mit der Kanalnummer sondern auch mit der Funktion jedes Kanals beschriftet ist. Zusätzlich wählt man die Kanäle aus, die der Master-Dimmer steuern soll.

F: Wie kompliziert ist das Anlegen solch einer Gerätedefinition im Vergleich zu Daslight, DMXControl oder MAESTRO-DMX?

A: Sehr unkompliziert. Du legst einfach einen Namen fest, gibst die Anzahl der Kanäle an und benennst die Kanäle nach ihrer Funktion. Dann legst du fest, welcher Kanal der Master-Dimmer ist. Bei reinen RGB-Geräten ohne separaten Dimmer-Kanal wählst du hier alle Kanäle. Das wars.

F: Kann man Daten vom Gerät auch sichern oder exportieren?

A: Ja. Ein Setup lässt sich über den Browser vollständig als Datei aufs Smartphone oder Rechner speichern. Auch die Gerätedefinitionen sind auf diese Weise ex- und importierbar.

F: Was genau enthält denn so ein „Setup“?

A: Ein Setup enthält die Kanalinformationen aller verwendeten Devices und deren Startadresse im Universum. Weiterhin sind alle Szenen mit ihren einzelnen Cues und die Beschriftung der Starter-Buttons inklusive Position und Button-Farbe enthalten. Ein Setup enthält also alles, was zum Betrieb notwendig ist.

F: Wenn ich ein Setup bekomme und importiere, brauche ich dann zusätzlich die Gerätedefinition?

A: Nein. Die Gerätedefinition wird nur dann benötigt, wenn das Device einem Setup hinzugefügt werden soll. Alle Kanal-Infos werden in das Setup übernommen und zusammen mit ihm gespeichert.

F: Ich habe ein Gerät in einem Setup verwendet und nachträglich die Gerätedefinition verändert. Im Setup taucht diese Änderung aber nicht auf. Beim Anlegen der Cues sehe ich noch die alten Kanalbezeichnungen. 

A: Ja, das stimmt. Da die Kanal-Bezeichnungen nur beim Hinzufügen eines Gerätes in ein Setup übernommen und separat im Setup gespeichert werden, wird eine nachträgliche Veränderung der Gerätedefinition die Bezeichnungen im Cue-Editor nicht ändern. Erst, wenn du das Gerät erneut hinzufügst, landen auch die geänderten Daten im Setup. Allerdings führt das Entfernen eines Gerätes aus einem Setup auch zum Löschen aller zugehöriger Szenen und Cues. Also Geräte im Setup nicht einfach löschen.

Eine Funktion zum Ändern der Kanal-Infos innerhalb eines Setups gibt es noch nicht. Das folgt evtl. zu einem späteren Zeitpunkt per Firmware-Update.

F: Ich habe gesehen, dass sich das Gerät auch direkt über das Webinterface bedienen lässt. Gibt es auch ein kleineres Gerät ohne Touch-Display?

A: Tatsächlich ist das in Arbeit. Ziel ist ein kleines Interface, welches per Akku oder USB-C betrieben, direkt am DMX-Gerät angeschlossen werden kann. So benötigst du keinen separaten Platz an deinem Pult und durch die Verbindung per WLAN ist die Bedienung auch drahtlos möglich.

F: Was ist OS2L? 

A: OS2L steht für „Open Sound to Light“. Das ist ein Netzwerkprotokoll, mit dem eine Musik-Software (zb. Virtual DJ) den Takt sowie den BPM-Wert und sogar die Nummer des aktuellen Beats im laufenden Titel an eine Lichtsoftware übergeben kann. Damit bekommt die Lichtsoftware einen sauberen Takt, ganz ohne Audioanalyse.

F: Wie kann ich OS2L nutzen?

A: Wenn deine DJ-Software das OS2L-Protokoll beherrscht, schalte das in den Optionen ein. VDJ macht das normalerweise standardmäßig. Befindet sich dein DJ-Notebook und der CuePilot im selben Netzwerk, wird der CuePilot die OS2L-Infos empfangen und den aktuellen BPM-Wert anzeigen. Ist eine Szene aktiv, die mehrere Cues nach OS2L weiterschaltet, werden die Cues im Takt der Musik nacheinander ausgeführt.

F: Ich nutze OS2L aber immer wenn ich VDJ nach dem CuePilot starte (Reihenfolge prüfen…) oder mein Notebook zwischendurch mit einem anderen Netzwerk verbunden war, kommt keine BPM-Info an.

A: Es hilft, nach dem Reboot des Gerätes, das Senden von OS2L aus- und wieder einzuschalten. Da das über die Optionen meist etwas umständlich ist, empfiehlt es sich, eine (virtuelle) Taste in VDJ anzulegen, die diese Aufgabe übernimmt. Hier musst du prüfen, welcher VDJ-Skin die Anzeige der virtuellen Tasten ermöglicht.

F: Komisch. OS2L ist aktiv und ein BPM-Wert wird angezeigt. Trotzdem schalten meine Cues am Beginn eines Songs nicht weiter. Erst später im Lied kommen offenbar die Takte an. Was ist hier los?

A: Aktuell ist die Auswertung der Beats nach Nummern auf positive Zahlen beschränkt. VirtualDJ beginnt mit Beat 0 immer da, wo der „First Beat“ festgestellt wurde. CuePilot wird also erst dann die Cues weiterschalten, wenn der erste echte Beat im Lied kommt. Das ist aktuell ein erwünschtes Verhalten und zeigt, was mit OS2L alles möglich ist. Das erlaubt zum Beispiel den dynamischen Einsatz von Lauflichtern/Chasern – eben ohne Song-Intros. Vorgesehen ist, dass dieses Verhalten mit einem späteren Firmware-Update ein- und ausschaltbar wird. 

F: Das ist ja ein tolles Gerät. Aber gibt es eine Art Feature-Request-Liste, wo ich Verbesserungsvorschläge machen kann? Ich hätte da noch einige Ideen...

A: Aktuell nicht. Vielleicht kommt das noch. Bedenke aber bitte, dass der eingesetzte Microcontroller bereits einiges an Arbeit verrichten muss, um die jetzt verfügbaren Funktionen darstellen zu können. Ich als Entwickler habe mich bewusst für diese Art der Steuerung entschieden. Einschränkungen wie zb. das Fehlen von Bewegungsprofilen für Moving Heads sind ganz bewusst getroffen worden. Der CuePilot soll keine ausgewachsene DMX-Steuerung vom Schlage eines Daslight, Wolfmix oder MaestroDMX ersetzen, sondern nur da ergänzen, wo Geräte nicht sinnvoll über eine Automatik angesteuert werden können oder sollen und die Fernbedienung einfach zu wenig hergibt.

F: Ich habe gesehen, dass ich die Datenausgabe von DMX auch auf sACN umstellen kann. Was ist das und wofür brauche ich das?

A: sACN ist – genau wie ArtNET – ein modernes Protokoll, welches die Übertragung von DMX-Daten über ein Netzwerk ermöglicht. 

Standardmäßig werden die Daten über den XLR-Anschluss per Kabel oder externer Wireless-DMX-Strecke zu den Lampen übertragen. Das ist für den vorgesehenen Einsatz die einfachste und sinnvollste Variante. Für die Nutzung von ArtNET oder sACN benötigt man ein sogenanntes Node, mit dem die Daten aus dem Netz gefischt und per Kabel an die Geräte weiter gegeben werden. Wenn du ein ArtNET-Node besitzt, welches sACN Daten im Netz empfangen kann, kann der CuePilot die Daten auch per sACN über seine WLAN-Netzwerkverbindung senden. Alle Nodes im selben Netzwerk können diese Daten dann empfangen und nutzen.

F: Ich habe Geräte auf WLED-Basis im Einsatz. Zum Beispiel einige von deinen LibertySticks. Diese sind im selben WLAN und können doch auch sACN direkt empfangen. Lässt sich der CuePilot etwa auch für diese Geräte einsetzen?

A: Aber klar. Bei aktuellen WLED-Geräten lässt sich a) der Empfang von sACN-Daten einschalten und b) der Kanalmodus entsprechend einstellen.

Damit kann man zb. die im WLED-Gerät gespeicherten Effekte oder Presets abrufen. Im Modus „Effect“ (15 Kanäle) lassen sich die internen Effekte aufwändig beeinflussen, im Mode „Preset“ ruft man über 2 Kanäle den Dimmer und die Nummer seiner Presets auf. Weitere Möglichkeiten hier: https://kno.wled.ge/interfaces/e1.31-dmx/